„Die Fotografie ist nur ein Hobby.“ Diesen Satz habe ich in den letzten Jahren immer wieder gesagt, wenn man mich gefragt hatte, ob ich mir vorstellen kann, mich irgendwann damit selbstständig zu machen. Ich war immer der Meinung, dass mir der Spaß daran vergehen würde, wenn ich es in der Selbstständigkeit ausüben würde. Tja, was soll ich sagen, ich habe mich geirrt.
Schon damals als Kind habe ich gern Bilder geknipst. Noch mit einer alten Kamera meiner Eltern. Ich erinnere mich noch gut daran, dass wir immer zum Fotoladen gefahren sind, wenn der Film voll war, und ihn erstmal entwickeln lassen mussten, damit wir dann die Negativ Bilder und Abzüge erhalten. Das waren noch Zeiten…
Mit 16 Jahren besuchte ich mehrere Kurse zur digitalen Fotografie und Photoshop Basic Skills, und lernte, mit einer Spiegelreflexkamera zu fotografieren. In meiner Freizeit habe ich den ein und anderen Workshop besucht. Aber Fotografie ist ein Handwerk und das beste was man machen kann ist, die Kamera in die Hand zu nehmen und sich an die verschiedenen Einstellungen heran zu trauen.
Doch wie es im Leben manchmal so ist, legt man nach einer Zeit gewisse Dinge in den Schrank, um einen neuen Lebensabschnitt einzuschlagen. So konzentrierte ich mich erstmal auf meine erste Ausbildung und meine berufliche Karriere.
Als dann 2019 ein Welpe bei uns einzog, schenkte mein Lebensgefährte mir eine Kamera. Damals noch eine Canon Eos 750D. Und so fand ich wieder zur Fotografie zurück. Ich erlente alles nochmal von Grund auf neu, und verbesserte mich stetig. Drei Jahre später wollte ich mehr. Ich wollte so gerne auch anderen mit schönen Bildern eine Freude machen. Mittlerweile besitze ich ein Kleingewerbe und bin neben meinem eigentlichen Hauptberuf, mit der Fotografie selbstständig.
Aktuell arbeite ich noch im Rettungsdienst als Notfallsanitäterin. Ein schöner Beruf, der mir auch viel Freude bereitet hat. Doch mein Herz schlägt für die Fotografie und ich brenne regelrecht dafür. Die Leidenschaft, welche man dafür entwickelt hat, ist unbeschreiblich. Ich liebe meine Arbeit, liebe es, mit anderen Menschen und Tieren nochmal auf einer ganz anderen Ebene in Kontakt zu treten. Doch am meisten liebe ich es, andere mit meiner Arbeit glücklich zu machen.
Wie oft durfte man sich schon anhören, dass die Fotografie nichts kompliziertes sei. Jeder kann mit einer Kamera Bilder machen, das sein keine Kunst. Und ja, diese Leute, die das immer sagen, haben zum Teil recht. Jeder kann bei einer Kamera auf den Auslöser drücken, um dann ein Bild zu knipsen. Aber nicht jeder hat ein Auge fürs Detail. Solche Kommentare haben mich zum Glück noch nie von Etwas abgehalten, ganz im Gegenteil. Sie haben mich nur noch mehr in dem was ich tue bestärkt.
Ich überlegte mir einen Namen für mein Buisness. Es sollte zu mir und meinem Lebenstil passen. Es sollte etwas Einzigartiges sein. Da ich auf Instagram einen Account für meinen Hundeblog besitze und mich dort Nordwindaussie genannt hatte, dachte ich, das Nordwind an für sich ziemlich passend ist. Ich bin in Schleswig Holstein an der Hamburgerischen Grenze groß geworden. Und immer wenn es um Urlaube ging, sind wir an die Nordsee gefahren. Auch heute noch geht es jedes Jahr aufs Neue an die Nordsee. Ich brauche das einfach, den Wind in den Haaren, die Salzluft auf der Haut. Ohne die Nordsee würde mir etwas Wichtiges im Leben fehlen. Und daher entstand der Name „Nordwind“. Und durch Nordwindaussie entstand dann Nordwindfotografie.
Mittlerweile sind wir auch immer mit unserem T3 Bulli unterwegs und haben schon unzählig viele Länder bereist. Diese Freiheit, welche man durchs Reisen gewinnt, ist wie eine Sehnsucht nach dem Leben. Auch das spiegelt sich in meiner Art der Fotografie wider. Kreativität, Freiheit und Leben!
Und so wurde Nordwindfotografie by Vanessa Fehr geboren und beschreibt mich und mein Leben einfach perfekt.
Durch meinen Hund spezialisierte ich mich mit den Jahren vor allem auf die Tierfotografie. Aber auch die Portraitfotografie griff ich mit auf, da ich oft auch die Besitzer vor der Kamera habe und ich daher mehr darüber lernen wollte.
Abseits davon hatte ich aber auch bereits andere tolle Shootings gehabt, unter anderem mit Paaren und Familien. Die Abwechslung daran ist es, was einem solche Freude bereitet. Die verschiedenen Charaktere vor der Kamera und am schönsten von allem ist es, schüchternen Menschen zu zeigen, wie wundervoll sie sind. All das in Kombination macht die Fotografie für mich so einzigartig und wunderschön. ♥